Niemals einen Notruf zum Scherz!

Immer wieder werden Einsatzzentralen von Rettungsnotruf, Polizeinotruf, Feuerwehrnotruf oder die Notrufe in der Landessicherheitzentrale mit Scherzanrufen konfrontiert.

Dabei kommt es vor, dass entweder vorerst unbekannte Anrufer belangloses Dinge erzählen oder aber einen fingierten Notfall melden und die Einsatzkräfte unnötig zu einem fiktiven Einsatzort beordern.

Dass diese Vorgehensweise einerseits absolut unverantwortlich ist, versteht sich von selbst. Durch das falsche Melden eines Notrufes werden einerseits Telefonleitung und Notrufpersonal blockiert und andererseits vielleicht notwendig gebrauchte Einsatzfahrzeuge zu falschen Einsatzorten beordert.

Es ist nicht verständlich, warum diese Anrufer Einsatzkräfte unnötig binden, während anderswo in der gleichen Sekunde möglicherweise dringend Einsatzkräfte benötigt werden.

Um solchen unseriösen Anrufern Einhalt zu gebieten ist diese Vorgehensweise verboten. Es besteht auch die technische Möglichkeit, diese Anrufer auszuforschen, selbst wenn die Rufnummer am Telefon unterdrückt wurde, die verbotenen Anrufe werden geahndet und als Konsequenz Strafen verhängt. Bitte wirken Sie in Ihrem Umfeld bei Gesprächen darauf ein, dass das Durchführen fingierter Notrufe kein Kavaliersdelikt darstellt und nicht toleriert werden kann.

An dieser Stelle möchten wir die Notrufnummern nochmals in Erinnerung rufen:

  • Euronotruf 112
  • Feuerwehr 122
  • Polizei 133
  • Rettung 144
  • Ärztenotruf 141

Beim Absetzen eines Notrufs sind folgende Informationen wichtig:

  • Wer ruft an?
  • Wo befindet sich der Notfall?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Verletzte?

Sprechen Sie dabei langsam und deutlich. Beenden Sie das Gespräch niemals eigenständig, sondern warten Sie, bis der Mitarbeiter der Notrufzentrale das Telefonat beendet. Oftmals benötigt dieser noch weitere Zusatzinformationen oder kann wertvolle Hilfe in Bezug darauf bieten, welche Maßnahmen der Anrufer bis zum Eintreffen des Einsatzfahrzeuges treffen kann. Durch diese Vorgehensweisen können auch Sie wertvolle Hilfe leisten und sich selbst oder anderen wertvolle Dienste erweisen.

Abschließend halten wir fest, dass insbesondere bei Handyanrufen das Kontaktieren des Euronotrufs 112 zu bevorzugen ist. Dieser ist gebührenfrei und funktioniert bei Wertkartenhandys auch wenn kein Guthaben mehr vorhanden ist. Außerdem kann der Notruf 112 bei eingeschalteter Tastensperre abgesetzt werden und auch selbst dann, wenn sich keine SIM- Karte im Handy befindet.