Unfallrisiko: 79 Prozent zu dunkel gekleidet

Mit dem Winter werden auch die Straßen wieder deutlich gefährlicher. Eine besondere Gefahr für Fußgänger sind die Dämmerung und die Dunkelheit, vor allem wenn noch dunkle Kleidung dazukommt.

Mit dunkler Kleidung liege die Sichtbarkeit im Straßenverkehr quasi bei Null, sagte Sabine Kaulich vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. Besonders das Burgenland habe in diesem Fall großen Aufholbedarf. Man wisse, dass im Burgenland 79 Prozent aller Fußgänger zu dunkel und nicht sichtbar gekleidet seien, so Kaulich. Auch bei den Kindern seien vier von zehn zu dunkel gekleidet.

Schultaschen und Schulrucksäcke

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Reflektoren an der Schultasche können die Sichtbarkeit eines Kindes deutlich erhöhen

Reaktionszeit meist zu kurz

 

Reflektierende Kleidung oder Reflektoren zum Anklipsen, Aufnähen oder Aufkleben schaffen Abhilfe. Radfahrer und Fußgänger erhöhen durch helle Kleidung und Reflektoren ihre Sichtbarkeit enorm. Dunkel gekleidete Fußgänger seien im Straßenverkehr quasi unsichtbar. Die Fahrzeuglenker könnten sie erst bei einer Entfernung von rund 25 Metern erkennen.

Wenn das Fahrzeug mit 50 km/h unterwegs sei, dann liege der Bremsweg bei rund 30 Metern und das sei zu weit. Das bedeute, dass selbst wenn der Fahrzeuglenker sofort auf die Bremse steigen würde, sei es zu spät, so Kaulich.

Bei Kindern sollten Reflektoren über den ganzen Körper verteilt werden, bei Erwachsenen gehören die obere Körperhälfte und auch die Seiten betont, damit sie im Scheinwerferlicht gut sichtbar sind. Und auch Hunde sollten reflektierende oder blinkende Halsbänder tragen.

 

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Quelle: ORF Burgenland